Erst 2011 wurde bekannt, dass Zeichnungen eines Häftlings aus dem KZ-Außenlager Kempten existieren, die heimlich im Lager für einen Mithäftling entstanden sind. Durch glückliche Umstände klärte sich 2023 die Identität des Zeichners auf: Er heißt Paul Bermond und lebt, inzwischen 100jährig, in Südfrankreich. Nach der Rückkehr aus Kempten hat er im Sommer 1945 ein weiteres Konvolut von über 50 Zeichnungen angefertigt. Inhaltlich spannt sich der Bogen von seiner Verhaftung über die Gefangenschaft in Frankreich sowie die Deportation in die deutschen Konzentrationslager Dachau und dessen Außenlager Kempten bis zur Befreiung. Zu diesen Bildern schrieb der Zeichner zudem erläuternde Texte. Sie zeigen eindrucksvoll den Alltag der Häftlinge mit all seinem Leid und seinen Erniedrigungen und wie sie beidem standgehalten haben. Anhand seiner persönlichen Geschichte stellt Bermond dar, wie das Leben Hunderttausender junge Europäer in der Welt der nationalsozialistischen Konzentrationslager aussah. Seine Zeichnungen und Texte haben exemplarische Bedeutung weit über Kempten hinaus.
Referent:innen: Ella Falldorf und Markus Naumann
Erst 2011 wurde bekannt, dass Zeichnungen eines Häftlings aus dem KZ-Außenlager Kempten existieren, die heimlich im Lager für einen Mithäftling entstanden sind. Durch glückliche Umstände klärte sich 2023 die Identität des Zeichners auf: Er heißt Paul Bermond und lebt, inzwischen 100jährig, in Südfrankreich. Nach der Rückkehr aus Kempten hat er im Sommer 1945 ein weiteres Konvolut von über 50 Zeichnungen angefertigt. Inhaltlich spannt sich der Bogen von seiner Verhaftung über die Gefangenschaft in Frankreich sowie die Deportation in die deutschen Konzentrationslager Dachau und dessen Außenlager Kempten bis zur Befreiung. Zu diesen Bildern schrieb der Zeichner zudem erläuternde Texte. Sie zeigen eindrucksvoll den Alltag der Häftlinge mit all seinem Leid und seinen Erniedrigungen und wie sie beidem standgehalten haben. Anhand seiner persönlichen Geschichte stellt Bermond dar, wie das Leben Hunderttausender junge Europäer in der Welt der nationalsozialistischen Konzentrationslager aussah. Seine Zeichnungen und Texte haben exemplarische Bedeutung weit über Kempten hinaus.
Referent:innen: Ella Falldorf und Markus Naumann
