Chronik zur Kirchengeschichte - 900 Jahre St. Verena

900 Jahre St. Verena - ein Jahr wird gefeiert! Kirchenpfleger Michael Finkel, sein Vorgänger Gerhard Sauter und Ortschronist Georg Larsch geben Einblicke in die bewegende Geschichte der Parrkirche St. Verena. Der Vortrag wird mit Bildern und besonderen Exponaten veranschaulicht. Eintritt frei.

Wie können 900 Jahre Geschichte der Pfarrkirche St. Verena in Fischen anschaulich dargestellt werden? Dieser anspruchsvollen Aufgabe haben sich der aktuelle Kirchenpfleger Michael Finkel und sein Vorgänger Gerhard Sauter gemeinsam mit dem Ortschronisten Georg Larsch gestellt.
Zunächst wird Michael Finkel einen Überblick über die bewegte Geschichte der Pfarrkirche St. Verena geben und das Geschehen in der Pfarrei St. Verena im Kontext der geschichtlichen Ereignisse einordnen. Georg Larsch hat sich intensiv mit der Zeitspanne der Besiedelung und ersten urkundlichen Erwähnung Fischens im Jahre 860 und dem Bau der Pfarrkirche im Jahre 1126 beschäftigt. Wie müssen wir uns Fischen zur damaligen Zeit vorstellen? Von wem wurde das Allgäu missioniert? Auch wenn nur sehr wenige schriftliche Unterlagen aus dieser Zeit vorhanden sind, so kann doch aus vielen kleinen Puzzleteilen ein sehr realistisches Bild dieser Zeit erstellt werden.
Gerhard Sauter konzentriert sich auf die Zeit um die 700-Jahr-Feier unter dem damaligen Pfarrer Johann Georg Moser.
Der bewegende Lebensweg Von Pfarrer Moser ist in den Unterlagen des Pfarrarchivs sehr gut dokumentiert. Es war die Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Veränderungen. Die Französische Revolution, die napoleonischen Kriege und die daraus resultierende Säkularisation waren ein Wendepunkt in der kirchlichen Herrschaft und Grundlage für die heutige politische Landkarte.
Pfarrer Moser, der 1813 nach Fischen kam, war mit dem sehr schlechten baulichen Zustand der Pfarrkirche überhaupt nicht zufrieden. Er hatte ganz klare Vorstellungen von einer Neugestaltung des Gotteshauses. Neben seinem Priesterstudium hatte er sich immer für Baugeschichte und Baukonstruktion interessiert und von seinen Reisen und Studienaufenthalten viele Ideen mitgebracht. Vor allem der aufblühende Klassizismus hatte es ihm angetan.
Doch die Hungersnot der Jahre 1817/18 und die Auflösung der Diözese Konstanz 1821/22, zu der die Pfarrei Fischen gehörte, drängten die Baumaßnahme zunächst in den Hintergrund. Erst danach spielten ihm zwei Ereignisse „in die Karten“ und ermöglichten 1827 den Umbau und die Neugestaltung der Pfarrkirche: das Auffinden einer Weiheurkunde der Pfarrkirche St. Verena aus dem Jahr 1126 und die Feier des Heiligen Jahres 1825.
Die Baumaßnahme war bestens vorbereitet und die Leistungen der Handwerker wurden allseits gelobt und bewundert. Trotzdem kam es zu einer dramatischen Situation beim Gewölbebau mit einem glücklichen Ausgang. Aber mit dem Erbe der komplizierten Dachkonstruktion mussten sich die Kirchenverwaltungen bis in die heutige Zeit auseinandersetzen und beschäftigen.
Der Vortrag findet in der Pfarrkirche statt und wird durch Bilder und besondere Exponate wie z.B. ein Vortragekreuz aus dem 12. Jh., Ablassbriefe, Liturgiegegenstände, Messgewänder, etc. veranschaulicht.

26.06.2026 um 19:00
Pfarrkirche St. Verena
Pfarrkirche St. Verena© CordulaRekeny
900 Jahre St. Verena - ein Jahr wird gefeiert! Kirchenpfleger Michael Finkel, sein Vorgänger Gerhard Sauter und Ortschronist Georg Larsch geben Einblicke in die bewegende Geschichte der Parrkirche St. Verena. Der Vortrag wird mit Bildern und besonderen Exponaten veranschaulicht. Eintritt frei.

Wie können 900 Jahre Geschichte der Pfarrkirche St. Verena in Fischen anschaulich dargestellt werden? Dieser anspruchsvollen Aufgabe haben sich der aktuelle Kirchenpfleger Michael Finkel und sein Vorgänger Gerhard Sauter gemeinsam mit dem Ortschronisten Georg Larsch gestellt.
Zunächst wird Michael Finkel einen Überblick über die bewegte Geschichte der Pfarrkirche St. Verena geben und das Geschehen in der Pfarrei St. Verena im Kontext der geschichtlichen Ereignisse einordnen. Georg Larsch hat sich intensiv mit der Zeitspanne der Besiedelung und ersten urkundlichen Erwähnung Fischens im Jahre 860 und dem Bau der Pfarrkirche im Jahre 1126 beschäftigt. Wie müssen wir uns Fischen zur damaligen Zeit vorstellen? Von wem wurde das Allgäu missioniert? Auch wenn nur sehr wenige schriftliche Unterlagen aus dieser Zeit vorhanden sind, so kann doch aus vielen kleinen Puzzleteilen ein sehr realistisches Bild dieser Zeit erstellt werden.
Gerhard Sauter konzentriert sich auf die Zeit um die 700-Jahr-Feier unter dem damaligen Pfarrer Johann Georg Moser.
Der bewegende Lebensweg Von Pfarrer Moser ist in den Unterlagen des Pfarrarchivs sehr gut dokumentiert. Es war die Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Veränderungen. Die Französische Revolution, die napoleonischen Kriege und die daraus resultierende Säkularisation waren ein Wendepunkt in der kirchlichen Herrschaft und Grundlage für die heutige politische Landkarte.
Pfarrer Moser, der 1813 nach Fischen kam, war mit dem sehr schlechten baulichen Zustand der Pfarrkirche überhaupt nicht zufrieden. Er hatte ganz klare Vorstellungen von einer Neugestaltung des Gotteshauses. Neben seinem Priesterstudium hatte er sich immer für Baugeschichte und Baukonstruktion interessiert und von seinen Reisen und Studienaufenthalten viele Ideen mitgebracht. Vor allem der aufblühende Klassizismus hatte es ihm angetan.
Doch die Hungersnot der Jahre 1817/18 und die Auflösung der Diözese Konstanz 1821/22, zu der die Pfarrei Fischen gehörte, drängten die Baumaßnahme zunächst in den Hintergrund. Erst danach spielten ihm zwei Ereignisse „in die Karten“ und ermöglichten 1827 den Umbau und die Neugestaltung der Pfarrkirche: das Auffinden einer Weiheurkunde der Pfarrkirche St. Verena aus dem Jahr 1126 und die Feier des Heiligen Jahres 1825.
Die Baumaßnahme war bestens vorbereitet und die Leistungen der Handwerker wurden allseits gelobt und bewundert. Trotzdem kam es zu einer dramatischen Situation beim Gewölbebau mit einem glücklichen Ausgang. Aber mit dem Erbe der komplizierten Dachkonstruktion mussten sich die Kirchenverwaltungen bis in die heutige Zeit auseinandersetzen und beschäftigen.
Der Vortrag findet in der Pfarrkirche statt und wird durch Bilder und besondere Exponate wie z.B. ein Vortragekreuz aus dem 12. Jh., Ablassbriefe, Liturgiegegenstände, Messgewänder, etc. veranschaulicht.

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