Begoña Crespo Vidal ▪ Die Begrünung der Galaxie

17.01. – 01.03.2026   EINZELAUSSTELLUNG DER PREISTRÄGERIN DES AUSSTELLUNGSSTIPENDIUMS DER SPARKASSE ALLGÄU 2023

Ausstellung

Schon der Titel der Ausstellung öffnet weite Assoziationsräume. Unwillkürlich lässt er an visionäre Zukunftsszenarien denken.

Angst vor Aliens? – Tatsächlich ist die unbegründet, denn die Objekte sprechen gleich zu Beginn eine vertraute Sprache: „Of course I still love you“ (Natürlich liebe ich dich noch immer). Das zielt ins Herz unserer individuellen Wünsche. Es weist aber auch darüber hinaus: Was zunächst wie ein frühlingshaftes Osterkörbchen aus glasierter Keramik erscheint, entpuppt sich als Metapher für Vergänglichkeit. Die Liebeserklärung gilt dann universal dem Leben oder dem schwankenden Erdball, auf dem der Hase hier thront.

Um die Kugel kreist auch „Spheres“, eine Serie von keramischen Objekten, die an Himmelskörper denken lassen. Sie tragen, anders als die geöffneten runden „Erdorakel“, ihre rätselhaften Erscheinungs- und Lebensformen nicht innerhalb, sondern außerhalb ihrer Schale. Sie scheinen Modellcharakter zu besitzen. Sind es unerforschte Monde, fantastische Exoplaneten in den Weiten des Universums oder erodierte Meteoriten hier auf unserer Erde? Zur Befragung eignen sie sich allemal: auch nach dem Leben, wie wir es kennen oder uns vorstellen können. – Bei ihrer plastischen Arbeit widmet sich die Künstlerin intensiv den experimentellen Prozessen, beflügelt von der Imagination elementarer Transformationen. In Materialproben kann im Kleinen dem großen Werden und Vergehen der Natur nachgespürt werden.

Sie könnte in Crespo Vidals Sinn als Hoffnungszeichen verstanden werden und als Ausdruck des Zweifels. Beides begleitet die Suche nach einer tiefgreifenden Erneuerung.

29.01.2026 um 14:00
Begonia Crespo Vidal_web
Begonia Crespo Vidal_web
17.01. – 01.03.2026

 


EINZELAUSSTELLUNG DER PREISTRÄGERIN DES AUSSTELLUNGSSTIPENDIUMS DER SPARKASSE ALLGÄU 2023

Ausstellung

Schon der Titel der Ausstellung öffnet weite Assoziationsräume. Unwillkürlich lässt er an visionäre Zukunftsszenarien denken.

Angst vor Aliens? – Tatsächlich ist die unbegründet, denn die Objekte sprechen gleich zu Beginn eine vertraute Sprache: „Of course I still love you“ (Natürlich liebe ich dich noch immer). Das zielt ins Herz unserer individuellen Wünsche. Es weist aber auch darüber hinaus: Was zunächst wie ein frühlingshaftes Osterkörbchen aus glasierter Keramik erscheint, entpuppt sich als Metapher für Vergänglichkeit. Die Liebeserklärung gilt dann universal dem Leben oder dem schwankenden Erdball, auf dem der Hase hier thront.

Um die Kugel kreist auch „Spheres“, eine Serie von keramischen Objekten, die an Himmelskörper denken lassen. Sie tragen, anders als die geöffneten runden „Erdorakel“, ihre rätselhaften Erscheinungs- und Lebensformen nicht innerhalb, sondern außerhalb ihrer Schale. Sie scheinen Modellcharakter zu besitzen. Sind es unerforschte Monde, fantastische Exoplaneten in den Weiten des Universums oder erodierte Meteoriten hier auf unserer Erde? Zur Befragung eignen sie sich allemal: auch nach dem Leben, wie wir es kennen oder uns vorstellen können. – Bei ihrer plastischen Arbeit widmet sich die Künstlerin intensiv den experimentellen Prozessen, beflügelt von der Imagination elementarer Transformationen. In Materialproben kann im Kleinen dem großen Werden und Vergehen der Natur nachgespürt werden.

Sie könnte in Crespo Vidals Sinn als Hoffnungszeichen verstanden werden und als Ausdruck des Zweifels. Beides begleitet die Suche nach einer tiefgreifenden Erneuerung.

Diskutieren Sie mit
0 Kommentare
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden