Ausstellung zum 150. Geburtstag von Gertrud von le Fort

Die Literaturgesellschaft Gertrud von le Fort e. V. zeigt in einer Ausstellung im Foyer des Oberstdorf Hauses wesentliche Stationen ihres Lebens von der Geburt in Minden bis zu ihrem Tod in Oberstdorf.
Gertrud von le Fort zählt zu den großen europäischen Dichterinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aus gesundheitlichen Gründen hatte sie 1940 Oberstdorf als festen Wohnsitz gewählt, wo sie 1971 starb und in einem Ehrengrab begraben wurde. Sie hinterließ ein sehr umfangreiches und literarisch bedeutsames Werk, das damals schon in ca. 20 Sprachen übersetzt worden war und auch heute noch geradezu überraschend aktuell ist. Etliche ihrer Gedichte wurden vertont, ihre Novelle „Die Letzte am Schafott“ wurde 1960 verfilmt. Neben ihrem literarischen Schaffen war Gertrud von le Fort Mitglied in verschiedenen Akademien. Sie erhielt für ihr dichterisches Wirken eine Vielzahl von Ehrungen und wurde 1949 für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. In Oberstdorf lebte sie bescheiden und eher zurückgezogen, sie engagierte sich aber auch für gesellschaftlich bedeutsame Sachverhalte: so damals schon für den Schutz der Umwelt, beispielsweise für den Erhalt der Breitachklamm (1949), der Birkenallee zwischen Immenstadt und Rettenberg und gegen den Bau der Hochgratbahn (1959). Durch ihre „Wahlheimat Oberstdorf“ wurde sie mehrfach geehrt: 1956 wurde ihr die Ehrenbürgerwürde, 1966 die Bürgermedaille verliehen. Zugleich wurde der „Buchstockweg“ in „Gertrud-von-le-Fort-Weg“ umbenannt. 1976 erhielt das örtliche Gymnasium ihren Namen. 1979 beschloss der Marktgemeinderat die Einführung der „Gertrud-von-le-Fort-Medaille“ als Ehrung für herausragende Leistungen im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich. 2006 gründete sich die „Literaturgesellschaft Gertrud von le Fort e. V.“ mit dem Ziel, u. a. Gertrud von le Forts literarisches Erbe in Erinnerung zu halten. Herzlichen Dank an die Literaturgesellschaft Gertrud von le Fort e. V. und den Vorsitzenden StD Manfred Schäfer für die Bereitstellung des Ausstellungsmaterials.
29.06.2026 um 09:00
Ausstellung 150. Geburtstag von le Fort
Ausstellung 150. Geburtstag von le Fort
Die Literaturgesellschaft Gertrud von le Fort e. V. zeigt in einer Ausstellung im Foyer des Oberstdorf Hauses wesentliche Stationen ihres Lebens von der Geburt in Minden bis zu ihrem Tod in Oberstdorf.
Gertrud von le Fort zählt zu den großen europäischen Dichterinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aus gesundheitlichen Gründen hatte sie 1940 Oberstdorf als festen Wohnsitz gewählt, wo sie 1971 starb und in einem Ehrengrab begraben wurde. Sie hinterließ ein sehr umfangreiches und literarisch bedeutsames Werk, das damals schon in ca. 20 Sprachen übersetzt worden war und auch heute noch geradezu überraschend aktuell ist. Etliche ihrer Gedichte wurden vertont, ihre Novelle „Die Letzte am Schafott“ wurde 1960 verfilmt.

Neben ihrem literarischen Schaffen war Gertrud von le Fort Mitglied in verschiedenen Akademien. Sie erhielt für ihr dichterisches Wirken eine Vielzahl von Ehrungen und wurde 1949 für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. In Oberstdorf lebte sie bescheiden und eher zurückgezogen, sie engagierte sich aber auch für gesellschaftlich bedeutsame Sachverhalte: so damals schon für den Schutz der Umwelt, beispielsweise für den Erhalt der Breitachklamm (1949), der Birkenallee zwischen Immenstadt und Rettenberg und gegen den Bau der Hochgratbahn (1959).

Durch ihre „Wahlheimat Oberstdorf“ wurde sie mehrfach geehrt: 1956 wurde ihr die Ehrenbürgerwürde, 1966 die Bürgermedaille verliehen. Zugleich wurde der „Buchstockweg“ in „Gertrud-von-le-Fort-Weg“ umbenannt. 1976 erhielt das örtliche Gymnasium ihren Namen. 1979 beschloss der Marktgemeinderat die Einführung der „Gertrud-von-le-Fort-Medaille“ als Ehrung für herausragende Leistungen im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich. 2006 gründete sich die „Literaturgesellschaft Gertrud von le Fort e. V.“ mit dem Ziel, u. a. Gertrud von le Forts literarisches Erbe in Erinnerung zu halten.

Herzlichen Dank an die Literaturgesellschaft Gertrud von le Fort e. V. und den Vorsitzenden StD Manfred Schäfer für die Bereitstellung des Ausstellungsmaterials.
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